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Paint Shop Berlin

Jens EinhorN

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Opening Sat March 14th    5-10pm
March 14
-
April 18, 2026
“Journey Without End” brings together works by Jens Einhorn that explore existence, time, and transitions—experiences and perceptions along the path through the image, through the world, and through one’s own life. Many of the images appear as snapshots of an event—moments in which something is emerging or disappearing. They move between abstraction and figuration, opening up pictorial spaces—more like inner landscapes than concrete places. Within them, the experience of being placed in the world is revealed—in time, history, and social constellations: a moment of heightened perception in which interior and exterior, self and world, light and shadow interpenetrate. Perhaps an image begins precisely there, in a moment when it is still unclear where it is leading. Many of the works are biographically influenced. Einhorn grew up in East Germany during a time of profound social upheaval and was surrounded by places in transition: industrial wastelands, urban peripheries, and improvised interstitial spaces where subcultural scenes formed in the 1990s. For example, the image *Wendekind* refers to a generation that grew up during the transition between political and social systems. In an abstracted urban landscape with echoes of prefabricated buildings and in-between zones, a figure appears—at once present and lost. It stands not only for individual experience, but for a state of in-between: between familiar orders that are disappearing and new social narratives that are not yet tangible. This experience of transition is also reflected in the painterly approach. Work rarely begins with a blank canvas; often, supports are used that already bear traces—reused canvases, parts of older paintings, materials from the studio. Through layering, overpainting, extraction, and collage, pictorial spaces emerge in which their creation remains visible. Collage becomes less a technique than a way of thinking: an open process in which signs, layers, and fragments of images give rise to new meanings. Alongside such phenomena, animals appear time and again, as do symbols and cosmic formations. They seem less like illustrations than poetic presences within an open pictorial space—as counterparts in which a different, more immediate form of existence reveals itself. The title Reise Ohne Ende (Endless Journey) refers to the processual nature of the works. It does not describe a destination, but rather a state of perpetual movement. The images themselves also appear as stages in such a journey—snapshots of a journey through experience, memory, and imagination.
Reise Ohne Ende versammelt Arbeiten von Jens Einhorn, in denen es um Existenz, Zeit und Übergänge geht – um Erfahrungen und Wahrnehmungen auf dem Weg durch das Bild, durch die Welt und durch das eigene Leben. Viele der Bilder wirken wie Momentaufnahmen eines Geschehens – Zustände, in denen etwas im Entstehen oder Verschwinden ist. Sie bewegen sich dabei zwischen Abstraktion und Figuration und öffnen Bildräume – eher innere Landschaften als klare Orte. Darin zeigt sich das Erleben, in die Welt gestellt zu sein – in Zeit, Geschichte und gesellschaftlichen Konstellationen: ein Moment erhöhter Wahrnehmung, in dem sich Innen und Außen, Ich und Welt, Licht und Schatten durchdringen. Vielleicht beginnt ein Bild genau dort, in einem Moment, in dem noch unklar ist, wohin es führt. Viele der Arbeiten sind biografisch geprägt. Einhorn wuchs in Ostdeutschland auf, in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche, und war von Orten umgeben, die sich im Wandel befanden: Industriebrachen, urbane Peripherien und improvisierte Zwischenräume, in denen sich in den 1990er Jahren subkulturelle Szenen bildeten. So verweist etwa das Bild Wendekind auf eine Generation, die im Übergang zwischen politischen und sozialen Systemen aufwuchs. In einer abstrahierten urbanen Landschaft mit Anklängen an Plattenbauten und Zwischenzonen erscheint eine Figur – zugleich präsent und verloren. Sie steht nicht nur für individuelles Erleben, sondern für einen Zustand des Dazwischen: zwischen vertrauten Ordnungen, die verschwinden, und neuen gesellschaftlichen Erzählungen, die noch nicht greifbar sind. Diese Erfahrung des Übergangs spiegelt sich auch in der malerischen Arbeitsweise. Begonnen wird selten mit einer unberührten Leinwand; oft kommen Bildträger zum Einsatz, die bereits Spuren tragen – wiederverwendete Leinwände, Teile älterer Bilder, Materialien aus dem Atelier. Durch Überlagerung, Übermalung, Herauslösen und Collagieren entstehen Bildräume, in denen ihre Entstehung sichtbar bleibt. Collage wird dabei weniger zur Technik als zu einer Denkweise: ein offener Prozess, in dem Zeichen, Schichten und Bildteile neue Bedeutungen hervorbringen. Neben solchen Erscheinungen treten immer wieder Tiere auf, ebenso Zeichen und kosmische Gebilde. Sie wirken weniger wie Illustrationen als poetische Präsenz innerhalb eines offenen Bildraums – als Gegenüber, in denen sich eine andere, unmittelbarere Form von Dasein zeigt. Der Titel Reise Ohne Ende verweist auf den prozesshaften Charakter der Arbeiten. Er beschreibt kein Ziel, sondern ein fortwährendes Unterwegssein. Auch die Bilder selbst wirken wie Stationen einer solchen Bewegung – Momentaufnahmen einer Reise durch Erfahrung, Erinnerung und Vorstellung.

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